"Handeln Sie jetzt, Herr Faymann, retten Sie Leben!" Dies war ein
zentraler Aufruf beim Infozelt von Amnesty International anlässlich der
Kampagne S.O.S. Kampagne.
Bei ihrem
Gipfeltreffen am 26. und 27. Juni 2014 werden die Staats- und Regierungschef_innen
der EU-Mitgliedsstaaten ein Dokument verabschieden, in dem Richtlinien der Migrations-,
Asyl- und Grenzpolitik der EU für die nächsten Jahre festgelegt werden. Amnesty
International setzt sich dafür ein, dass in diesen Richtlinien die
Menschenrechte von Migrant_innen, Flüchtlingen und Asylwerber_innen an Europas
Grenzen respektiert werden.

Um
dies zu unterstreichen, machten rund 20 Amnesty-Aktivist_innen aus
Wien, Niederösterreich und sogar der Steiermark mit einer
Öffentlichkeitsaktion die Besucher_innen der Wiener Innenstadt an einem
angenehm sonnigen Frühlingsvormittag auf dieses Anliegen aufmerksam und
ersuchten um Unterstützung bei einer Petition an Bundeskanzler Faymann.
Beim Infostand konnten Interessierte weiters auch Appelle gegen die
Push-Backs-Aktionen im agäischen Meer
(http://regionwien.amnesty.at/Aktionen/201309.html),
für Unterstützung für verschleppte Migrant_innen in Mexiko, gegen eine
drohende Hinrichtung einer indonesischen Hausangestellten in
Saudi-Arabien und gegen eine drohende Abschiebung von anerkannten
Flüchtlingen von Russland nach Usbekistan unterschreiben.

Der Andrang hat hoch.
Das lag vor allem auch an den Durchsagen in deutscher, englischer,
spanischer, italienischer, ungarischer und slowakischer Sprache und an
den Aktivist_innen, die beim Flyerverteiler mit den Passant_innen, viele
davon Tourist_innen, ins Gespräch kamen.
Highlights waren
sicher die in regelmäßigen Abständen stattfindenden "Flash Mobs", bei
denen Aktivist_innen kurzzeitig einen Teil des Grabens mit Schildern
("EU-Außengrenze", Schilder mit Slogans) und einem Banner "absperrten"
(allerdings war die Grenze - im Gegensatz zur Realität - durchlässig).
Ort: vor der Pestsäule, Graben, 1010 Wien
Termin: Samstag, 29. März 2014, 10.30 - 12.30 Uhr